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Karl-Foerster
Staudengarten
Ein
Poet unter den Gartenkünstlern
Prof. Dr. h.c. Karl
Foerster (* 9. März 1874; † 27. November 1970) war
Staudenzüchter.
Der Sohn des Direktors der Königlichen Sternwarte Wilhelm Foerster
und der Malerin Ina Foerster gründete nach der Gärtnerlehre
und einigen "Lehr- und Wanderjahren" 1903 eine eigene
Staudengärtnerei auf dem elterlichen Gelände in
Berlin-Westend; 1910 Umzug derselben nach Potsdam-Bornim. Dort
verwandelte er ein circa 5000 km² großes Ackergelände
zu einem "Gartenreich" mit dem heute berühmten Senkgarten.
1917 erschien sein erstes Buch: "Vom Blütengarten der Zukunft",
dem viele folgten und im April 1920 die erste Ausgabe der Zeitschrift
"Gartenschönheit", die er mit Oskar Kühl und Camillo
Schneider bis Anfang des zweiten Weltkrieges herausgab.
1928 gründete
Foerster gemeinsam mit den Gartenarchitekten Hermann Mattern und Herta
Hammerbacher von der TU Berlin die Arbeitsgemeinschaft
"Gartengestaltung in Bornim". Nun wurde Bornim ein "Worpswede der
Gartengestalter". Zu den "Foersterianern", einer besonderen Gattung von
Gärtnern und Gartenarchitekten, die aus diesem Kreis um Karl
Foerster
hervorgegangen sind, zählen der Potsdamer Gartenarchitekt Walter
Funcke
und Gottfried Kühn
1932 kamen erste Foerstersche Phlox-paniculata-Sorten in den Handel,
auch neue Sorten von Rittersporn, Astern, viele Gräser brachte er
heraus. 1941 wurde der auf seine Anregung hin eingerichtete
öffentlichen Schaugartens auf der Potsdamer Freundschaftsinsel
eröffnet. Zu DDR-Zeiten war seine Firma die einzige
Staudengärtnerei
des Landes. 1950 erhielt Foerster die Ehrendoktorwürde der
Berliner
Humboldt-Universität, 1959 wurde er Ehrenbürger der Stadt
Potsdam und
1964 zum Professor ernannt.
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